Home

Wir über uns

Mitglieder

Aktuelles

2. Ernährungs-
forum RLP 2010
1. Ernährungs-
forum RLP 2008

Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008

links

Impressum

QZE intern

Home | Wir über uns | Mitglieder | Aktuelles | links | Impressum | QZE intern

Hier erscheinen monatlich neue Informationen rund um das Thema Ernährung

Für Sie gelesen im Dezember:

Blumige Note in Lebkuchen und Eintopf: Gewürznelken runden Gerichte ab

Sie duften apart und sehen interessant aus. Deswegen verwendet man sie gerne, um zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit eine Apfelsine zu spicken. Die Rede ist von Gewürznelken. Doch wie der Name bereits vermuten lässt, haben sie auch in der Küche ihren festen Platz. Die Gewürznelke, in Europa seit dem Mittelalter bekannt und gehandelt, ist vielseitig einsetzbar - für Currys, Saucen, Fleisch- und Fischgerichte, für Marinaden und Lebkuchen. Mit den Nelken aus dem Garten ist die Gewürznelke botanisch nicht verwandt. Die Gewürznelke, lateinisch Syzygium aromaticum, ist ein immergrünes Myrtengewächs, das bis zu zehn Meter Höhe erreichen kann. Die Blüten sind zum Zeitpunkt der Ernte rot und/oder gelb. Durch Trocknung erreichen sie ein tiefes Dunkelbraun. Der dickliche Stiel von ca. 0,5 Zentimetern Länge trägt auf einer Seite den kugelrunden Kopf, der besonders aromatisch ist. Der Stiel selbst gilt als eher bitter und wird deswegen nicht immer mit verwendet. Händler brachten die Gewürznelken von den Molukken mit, einer indonesischen Inselgruppe, auf der bis heute Nelken für den Welthandel angebaut werden. Inzwischen haben jedoch auch andere Regionen wie zum Beispiel Sansibar und Madagaskar diesen Markt erfolgreich für sich erschlossen und gehören zu den wichtigsten Exportländern für Gewürznelken. Gemahlene Nelken mit ihrem süßen, zugleich aber herben und einzigartigen Geschmack sind eine beliebte Zutat für traditionelle Lebkuchen. Gewürznelken eignen sich übrigens auch hervorragend, um Rotkohl abzuschmecken, der als heimisches Wintergemüse zur Zeit absolut angesagt ist.
Quelle: aid PresseInfo 15.12.2010
Weitere Informationen: Rezepte mit Gewürznelken finden Sie unter: Rezepte


Wir veranstalten für Sie im Novmber das

2. Ernährungsforum Rheinland-Pfalz

"Prävention von Anfang an - Chance auf ein gesundes Leben"

am 06.11.2010 in Ingelheim, Kreisverwaltung

Qualitätszirkel Ernährung Rheinland-Pfalz e.V.

weitere Informationen


Für Sie gelesen im Oktober:

Weltstillwoche 2010: Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen

Vom 4.-10. Oktober findet in Deutschland die Weltstillwoche 2010 statt. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Stillen: Nur zehn Schritte – der Babyfreundliche Weg“. Muttermilch ist die optimale Ernährung für den Säugling. Ideal sind vier bis sechs Monate ausschließliches Stillen und bei der Einführung der ersten Breie weiter zu stillen. Rund 90 % der Mütter möchten ihr Baby auf diese Weise ernähren, doch häufig tauchen im Alltag Schwierigkeiten auf, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS). Bereits vor 20 Jahren haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) „Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen“ zusammengestellt, um Mütter bestmöglich zu unterstützen. Dazu gehört etwa, dass sich Hebammen, Ärzte und Pflegepersonal in und außerhalb der Klinik mit Stillfragen auskennen und dass Mütter und Kinder nach der Geburt Tag und Nacht zusammen bleiben können. Auch nach dem Verlassen der Klinik ist eine kompetente Betreuung wichtig. Geburtseinrichtungen, die diese zehn Vorgaben erfüllen, werden von der Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ der WHO und Unicef ausgezeichnet. In Deutschland trifft dies auf mehr als 50 Kliniken zu. Im Rahmen der Weltstillwoche können sich Frauen und Paare bei Infoabenden, Filmvorführungen und kostenlosen Beratungsgesprächen über die zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen informieren.
Quelle: www.was-wir-essen.de
Mehr Infos rund um die Weltstillwoche 2010 finden Sie auf www.babyfreundlich.org



Für Sie gelesen im September:

Fettfalle Hähnchen-Snacks
Chicken Nuggets begeistern viele Kinder. Die Zubereitung ist sehr bequem, denn in Pfanne oder Friteuse sind sie schnell gemacht. Es gibt jedoch mehrere Gründe, die beliebten Fertigprodukte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST (Juli 2010). Das eigentlich fettarme Hähnchenfleisch wird durch eine dicke Panade zur Fett- und Kalorienbombe. Und es stellt sich die Frage: „Handelt es sich beim Fleisch tatsächlich immer um „das Beste“ vom Hähnchen?“
Laut Definition sind Chicken-Nuggets, übersetzt „Hähnchen-Klumpen“, mundgerecht portionierte, panierte und frittierte Stücke aus Hähnchenfleisch. Sie gehören zum Sortiment von Fast food-Anbietern und werden auch im Lebensmittelhandel als Tiefkühlkost angeboten.
Verwendetes Fleisch
Echte Hähnchenbrust ist eher selten das Ausgangsprodukt. Von einigen Anbietern werden stattdessen andere, wesentlich preiswertere Fleischteile verwendet als die edle Brust. Während auf den Verpackungen appetitliches, strukturiertes Fleisch abgebildet ist, sieht die Wahrheit bei einem Teil der Produkte innen anders aus. Hinter einer Formulierung wie „Hähnchenfleisch, zerkleinert und zusammengefügt“ verbirgt sich Formfleisch. Die Fleischstücke werden zusammen mit Gewürzen und Wasser zu einer schwammigen Masse verarbeitet. Man spricht bei dieser Art der mechanischen Behandlung vom „Tumbeln“ (engl. hin- und herwälzen). Bei dem Prozess wird die natürliche Faserstruktur zerstört, es tritt Eiweiß aus, das die Masse dann zusammenhält. Es sind auch schon mal unzerkaubare Bestandteile (Knorpel, Sehnen) dabei. Aus diesem Formfleisch lassen sich dann auch die beliebten Tierfiguren portionieren.
Vor allem für die Discounterware stammt das verwendete Hähnchenfleisch aus Kostengründen selten aus Deutschland, sondern aus Brasilien. Es wird in Südamerika tiefgefroren, per Schiff hierher transportiert und in deutschen Betrieben verarbeitet. Einige Produkte enthalten neben Hähnchen auch fein zerkleinertes Putenfleisch (ebenfalls als Formfleisch).
Geschmack
Der gute Geschmack kommt nicht allein aus guten Zutaten. Chicken Nuggets sind häufig stark gewürzt und aromatisiert. In der Regel werden als Geschmacksverstärker Glutamat, Hefeextrakt oder Würzen eingesetzt. Die Panade verschiedener Produkte hat einen Salzgehalt von über 1,5%.
Panade
Der Anteil der (billigen) Panade am Gesamtprodukt liegt zwischen 20 und 43%, im Durchschnitt bei 30%. Die Panade besteht in der Regel aus Maismehl, Wasser, Weizenmehl, Speisesalz, Hefe (oder anderen Backtriebmitteln), Glucosesirup, Würze und Gewürzen. Sind die Produkte bereits vorgebraten, findet man auf der Zutatenliste dann auch Sonnenblumenöl und Palmöl. Beim Braten oder Frittieren saugt sich die Panade mit Fett voll, was die Geflügelstückchen zu wahren Kalorienbomben macht. Fettgehalt Hähnchenfleisch ist eigentlich sehr fettarm und eignet sich für die kalorienbewusste Ernährung. Die Zubereitung ist jedoch entscheidend. Denn genauso, wie man aus den fast fettfreien Kartoffeln fettreiche Pommes machen kann, kann man kalorienarmes Hähnchenfleisch in kalorienreiche Chicken Nuggets verwandeln.
Die Nährwertberechnungen auf der Packung weisen den Fett- und Kaloriengehalt aus.
Der Gesamtfettgehalt der Chicken Nuggets beträgt 10 bis 14 g / 100 g, es gibt auch Produkte mit 22 g Fett / 100 g. Beim Braten oder Frittieren steigen die Werte auf bis zu 30% an. Mit einer Portion Nuggets verzehrt ein Grundschulkind bereits bis zur Hälfte der täglich empfohlenen Fettmenge. Die Nährwertangabe auf den Packungen bezieht sich „auf 1 Portion“. Schaut man sich die dahinter stehenden Grammzahlen an, sind es unrealistisch kleine Mengen. Eine übliche Portion besteht aus vier Nuggets, etwa 120 bis 125 Gramm. Auf vielen Packungen sind jedoch Portionen von unter 100 g ausgewiesen. Auf diese Weise wird der Kaloriengehalt optisch niedrig gehalten.
Chicken Nuggets selbst herstellen
Wenn man kein „fein zerkleinertes Hähnchenfleisch, geformt, umhüllt von Panade, vorgebraten und tiefgefroren“ möchte, kann man die Nuggets ganz einfach selbst machen. Das geht recht schnell – und man weiß, was man auf dem Teller hat. Hähnchenbrustfilet wird in Stücke geschnitten, gesalzen und gepfeffert. Auf einem Teller wird ein Ei aufgeschlagen, auf einem anderen Teller Semmelbrösel gegeben. Die Hähnchenbruststücke werden erst im Ei, dann in den Semmelbröseln gewälzt und 5 Minuten kross gebraten. Das Selbstherstellen ist außerdem noch preiswerter, wie das folgende Rechenbeispiel zeigt: Preisvergleich
Chicken Nuggets selbst hergestellt:
Zutaten: 500 g Hähnchenbrust (12 Stück à 42 g), 1 Ei, 2 EL Semmelbrösel, Salz, Pfeffer Kosten: 2,65 €
Chicken Nuggets Fertigprodukt: 1 Packung enthält 500 g. Das sind ebenfalls 12 Stück, es befinden sich bis zu 40 g Panadereste in der Tüte.
Kosten: 2,00 und 4,00 € (je nach Anbieter)
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass 500 g Nuggets mit einem Fleischanteil von 70% etwa 350 g Fleisch enthalten. Man müsste also 710 g Nuggets einkaufen, um 500 g Fleischanteil zu haben. Das wäre dann ein Preis zwischen 2,85 und 5,68 €.
Das Fertigprodukt ist also in jedem Fall teurer.
Fazit
Die fertigen Chicken Nuggets sind einfach in der Zubereitung und bieten einen standardisierten gewohnten Geschmack. Chicken Nuggets können jedoch ohne viel Aufwand, preiswert(er), kalorienärmer und aus Fleisch bekannter Herkunft sehr lecker selbst zubereitet werden.

Quelle: ÖKO-TEST (Hrsg.): Chicken Nuggets - Da lachen ja die Hühner
ÖKO-TEST



Für Sie gelesen im August:

Erst lesen, dann lecken.

Sommerzeit ist Eiszeit. Beinahe acht Liter Speiseeis genießt jeder Bundesbürger im Jahr – nicht nur, aber vor allem im Sommer. Weil Eis sehr viel Luft enthält, muss der absolute Energiegehalt im Vergleich zu anderen Süßigkeiten nicht einmal besonders hoch sein. Wer angesichts der verlockenden Fülle an der Eistheke einen kühlen Kopf behält, kann besser nach seinen Prioritäten entscheiden. Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. verrät, was es zu beachten gilt. Leckermäuler haben die Wahl zwischen Eis am Stil und in der Waffel, Kreationen auf der Basis von Wasser, Milch oder Sahne, Kugeln am Stand oder Fertigpackungen aus der Eistruhe. Was den Gehalt an Zucker und Fett angeht, unterscheiden sich die kühlen Kreationen oft erstaunlich deutlich. „Nutzen Sie die Informationen auf der Verpackung“, empfiehlt Laura Gross, Ernährungsreferentin der VERBRAUCHER INITIATIVE. „Dort sehen Sie nicht nur, wie groß der Energieinhalt ist und woher er kommt, sondern zum Beispiel auch, ob der Geschmack aus Aromen oder echten Früchten stammt.“ Wer bei der Auswahl die folgenden Tipps beherzigt, kann sein Eis ohne Angst um die gute Figur genießen: Achten Sie auf die Portionsgröße. Zwei Kugeln Eis (etwa 100 bis 150 g) am Tag sind problemlos zu genießen, große Eisbecher und gewaltige Eistüten sollten aber die Ausnahme bleiben. Sahne-Eis muss nicht sein. Ein cremiges Gefühl im Mund liefern auch Milcheis. Erfrischender sind Wassereis und Sorbets. Eine Menge überflüssiger Energie steckt in Schokoladen-Überzügen, Zuckerstreuseln und Sahnehauben. Auf sie zu verzichten, tut dem Eisgenuss keinen Abbruch. Die Waffel liefert im Verhältnis zum Eis nur sehr wenig Energie, ist aber umweltfreundlicher als ein Wegwerf-Schälchen. Ganz den eigenen Geschmacksvorlieben folgt, wer Eis zu Hause selbst herstellt. Himbeeren, Kirschen und die anderen Früchte des Sommers sind eine fruchtige Erfrischung, wenn sie püriert in kleinen Behältern eingefroren werden. Da sich Puder- und Raffinadezucker schneller lösen als grober Kristallzucker, sind sie für Eismassen besser geeignet und leichter zu dosieren.
Quelle: VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.


Für Sie gelesen im Juli:

Hohe Keimbelastung in Sprossen und küchenfertigen Salatmischungen

Frische Sprossen und küchenfertige Salatmischungen aus der Tüte, die Tage zuvor geschnitten, gewaschen und verpackt wurden, gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Obwohl sie gekühlt aufbewahrt werden, besteht die Möglichkeit eines schnellen mikrobiellen Verderbs und die Gefahr der Kontamination mit krankmachenden Keimen. Intakte Salat- und Kohlblätter bieten einen gewissen natürlichen Schutz gegen Keime. Dieser wird zerstört, wenn sie geschnitten werden. An den Schnittflächen tritt Zellsaft aus, der Keime anzieht. Die in den Plastikverpackungen herrschende Luftfeuchte bietet zudem ein ideales Klima zum beschleunigten Wachstum von Mikroorganismen. In der wissenschaftlichen Literatur werden für die hohe Keimbelastung von Sprossen und küchenfertigen Mischsalaten vielfältige Ursachen verantwortlich gemacht. Die Kontamination mit Keimen kann bereits während der Wachstums- oder Erntephase geschehen. Des Weiteren können Hygienemängel während des Bearbeitungsprozesses wie kontaminiertes Waschwasser oder mangelnde Kühlung das Keimwachstum in Sprossen und Mischsalaten begünstigen. Die Keime haften teilweise fest an der Oberfläche der Pflanzen, insbesondere bei Weißkohl, oder können sogar in das Gewebe eindringen. Inwieweit sich Keime in den Zellen von Pflanzen vermehren, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Sicher ist aber, dass Keime sich in der Pflanzenzelle wesentlich langsamer vermehren als in tierischen Zelle. Auch die Aufzucht von Sprossen in besonderen Behältern fördert das Wachstum von Keimen, so dass auf Zwischenreinigungen geachtet werden sollte. Aus Sicht des BfR ist die Häufigkeit menschlicher Erkrankungen durch den Verzehr von mit Keimen belasteten Gemüsepflanzen in Deutschland aber relativ gering im Vergleich zu den Zahlen an Lebensmittelinfektionen, die auf den Genuss von tierischen Lebensmitteln insbesondere Geflügel- bzw. Schweinefleisch zurückzuführen sind. Das BfR rät Verbrauchern, Sprossen und abgepackte Salatmischungen vor dem Verzehr gründlich zu waschen, um die Keimbelastung zu verringern.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung, Information Nr. 26/2010, 16.06.2010
BfR 26/2010


Für Sie gelesen im Juni:

Welche Speisefette und -öle eignen sich wofür?

Ob zum Braten, Backen, Frittieren oder für den Salat - Speiseöle und -fette sind wichtige Helfer in der Küche. Als Träger von Aromastoffen tragen sie wesentlich zum guten Geschmack von Speisen bei. Beim Braten in der Pfanne und Frittieren dienen sie auch zur Wärmeübertragung. Dem menschlichen Körper liefern sie Energie und enthalten wichtige fettlösliche Vitamine. Aber welche Unterschiede gibt es und welches Fett eignet sich wofür? Speiseöle, die ohne Zufuhr von Wärme durch Pressung gewonnen werden, bezeichnet man als native Speiseöle. Solche Öle riechen und schmecken charakteristisch nach der jeweiligen Ölsaat beziehungsweise Ölfrucht, aus der sie gewonnen wurden und eignen sich in erster Linie für die kalte Küche. Oft tragen sie einen zusätzlichen Hinweis darauf, dass sie kalt gepresst oder "aus erster Pressung" gewonnen wurden. Native Öle, die zur Verbesserung ihrer Haltbarkeit mit Wasserdampf behandelt wurden, werden als "nicht raffinierte Speiseöle" bezeichnet. Demgegenüber werden bei raffinierten Speiseölen während ihrer Herstellung unerwünschte pflanzeneigene Begleitstoffe wie Trübstoffe und freie Fettsäuren sowie möglicherweise vorhandene Umweltkontaminanten entfernt. Raffinierte Fette und -öle schmecken eher neutral, halten sich meist länger und vertragen in der Regel Hitze besser als das vergleichbare native Produkt. Speisefette bzw. -öle mit einem hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren sind ernährungsphysiologisch am günstigsten. Sie enthalten neben fettlöslichen Vitaminen auch lebensnotwendige Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Ungesättigte Fettsäuren sind jedoch nicht hitzestabil. Bei hohen Temperaturen werden sie abgebaut. Ein sich durch Hitze zersetzendes Fett oder Öl ist daran zu erkennen, dass es zu rauchen beginnt, sich seine Farbe verdunkelt, es zu schäumen beginnt und/oder es kratzig, stechend riecht. Aufsteigender Rauch in der Pfanne deutet darauf hin, dass der so genannte Rauchpunkt eines Fettes oder Öls überschritten wurde. Beim scharfen Anbraten von Fleisch in der Pfanne werden Temperaturen von 130 bis 180 °C an der Lebensmitteloberfläche und sogar bis 200 °C und mehr an der Geschirroberfläche erreicht. Das vertragen nur dafür ausgewiesene Bratfette und Mischöle oder einige Sorten wie z. B. Erdnuss-, Olivenöl, Raps- und raffiniertes Sonnenblumenöl sowie so genannte High-oleic-Öle. Letztere sind Öle von speziellen Sonnenblumen- und Distelsorten, die durch Züchtung einen höheren Ölsäureanteil aufweisen. Sie sind sehr hitzestabil und halten Temperaturen bis 210 °C aus. Über längere Zeit hitzebeständig und daher ebenfalls besonders gut zum Frittieren geeignet sind außerdem dafür ausgewiesene Mischöle und Plattenfette aus Kokosfett und Palmöl. Zum Anbraten bei etwas niedrigeren Temperaturen um 140 °C auf mittlerer Schalterstufe wie sie üblicherweise beim Anbraten von paniertem Fleisch oder Fisch und der Zubereitung von Bratkartoffeln, Schupfnudeln usw. auftreten, können die meisten Speiseöle und Pflanzenmargarine und Butterschmalz verwendet werden. Distel- und Leinöl sollten aufgrund ihres niedrigen Rauchpunktes und hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren dagegen nicht zum Braten verwendet werden, ebenso wenig wie Diätmargarine oder Butter. Spezielle Pflanzencremes, die zum Backen und (Kurz-)braten angeboten werden, dürfen ebenfalls nicht stark erhitzt werden.
Quelle: aid-PresseInfo Nr.: 14/10 vom 7. April 2010


Für Sie gelesen im Mai:

Richtig Auftauen - wie geht‘s ?

Gelobt sei die Gefriertruhe. Sie erlaubt es uns, verderbliche Lebensmittel für lange Zeit und nahezu ohne merkliche Qualitätseinbußen aufzubewahren. Doch viel zu oft kommen nach dem Auftauen matschige Früchte, zähes Fleisch und trockenes Brot zum Vorschein. "Neben der korrekten Gefrierlagerung hat die Art und Weise des Auftauens einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack, die Beschaffenheit und nicht zuletzt den Vitamingehalt der Lebensmittel", weiß Ute Gomm vom aid infodienst in Bonn. "Besonders bei hochverderblichen Waren wie Fleisch und Fisch kann falsches Auftauen auch die Vermehrung von Keimen begünstigen", so die Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin. Als Faustregel gilt deshalb: Außer bei Gemüse, Brot und Fertiggerichten ist der Kühlschrank der beste Ort zum Auftauen. Er sichert die durchgängige Kühllagerung verderblicher Lebensmittel und verhindert einen vermehrten so genannten "Tropfsaftverlust", der Fleisch zäh und Obst matschig werden lässt. Auch Mikroorganismen vermehren sich in geringerem Maße, wenn langsam bei Kühlschranktemperatur aufgetaut wird. Wenn es einmal schnell gehen muss, können Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch auch in die Mikrowelle. Eingefrorenes Brot erlöst man am besten bei Raumtemperatur oder durch Erwärmen im Backofen aus der Kältestarre. Der Nährstoffgehalt von Gemüse bleibt allerdings am besten erhalten, wenn die Produkte sofort weiterverarbeitet werden. Vitamingehalt und Aroma von Obst werden durch die Methode des Auftauens nicht beeinträchtigt.
Quelle: aid PresseInfo Nr.: 22/10 vom 2. Juni 2010


Für Sie gelesen im April:

Allergiker mit Hartz IV erhalten mehr Geld für Ernährung

Bundesregierung will Patienten mit Lebensmittelunverträglichkeiten in neuen Härtefall-Katalog einbeziehen
BERLIN (fst). Ärzte haben künftig die Möglichkeit, auch Patienten mit Allergien, die Arbeitslosengeld II beziehen, einen Sonderbedarf zu attestieren.

Die Bundesregierung will den Kreis der Patienten erweitern, die einen krankheitsbedingten Ernährungsmehrbedarf geltend machen können (Paragraf 21 Absatz 5 SGB II). Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Antwort der Links-Fraktion hervor. Hintergrund ist das Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 9. Februar 2010, das wesentliche Änderungen bei der Festlegung der Regelsätze verlangt hat. Bisher hält ein Alleinstehender danach 359 Euro. Gegenwärtig wird eine Liste von Härtefällen erstellt, die dann bundesweit für alle Bundesagenturen für Arbeit gelten soll. Auf Nachfrage der Linksfraktion erklärt die Regierung, dass "die Gewährung eines Mehrbedarfs für kostenaufwändige Ernährung auch bei einer Lebensmittelunverträglichkeit denkbar" ist. Zur Erklärung heißt es, dass die als Entscheidungsgrundlage geltenden "Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Gewährung von Kostzulagen in der Sozialhilfe (...) nicht alle krankheitsbedingten Mehrbedarfe für Ernährung abdecken". Künftig solle "nach Einzelfallprüfung des Ärztlichen Dienstes der Bundesagentur für Arbeit" über einen Mehrbedarf entschieden werden. Bislang kann ein Mehraufwand nur genehmigt werden bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Zöliakie/Sprue, Krebs, HIV/Aids, multipler Sklerose, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Dagegen sei für Diabetiker "keine spezielle Diät empfohlen", heißt es in der Antwort von Staatssekretär Gerd Hoofe aus dem Bundesarbeitsministerium. Das Karlsruher Gericht hat geurteilt, dass ein Anspruch auf zusätzlichen Bedarf dann entsteht, "wenn der Bedarf so erheblich ist, dass die Gesamtsumme der dem Hilfebedürftigen gewährten Leistungen (...) das menschenwürdige Existenzminimum nicht mehr sichert". Dagegen zählten Brillen, Zahnersatz oder orthopädische Schuhe nicht in den Härtefallkatalog, weil es sich nicht um laufende, sondern um einmalige Bedarfe handelt. Nach dem Beschluss der Karlsruher Richter ergebe sich in diesen Fällen kein Anspruch auf Sonderbedarf.
Quelle: Ärzte Zeitung online, 19.03.2010


Für Sie gelesen im März:

Neues Logo für Bio-Lebensmittel in Europa

Ab dem 1. Juli 2010 müssen alle verpackten Bioprodukte, die innerhalb der EU hergestellt werden, dieses Zeichen tragen:

biosiegel

Es garantiert die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung, wie Gentechnikfreiheit, artgerechte Tierhaltung oder Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz und Düngemittel.

Bisher konnten Verbraucher in Deutschland Lebensmittel aus dem biologischen Anbau an dem sechseckigen deutschen Biosiegel erkennen. Aber kaum jemand kannte die entsprechenden Zeichen anderer europäischer Länder. In Zukunft kann jeder Reisende überall in Europa erkennen, ob es sich um ein echtes Bioprodukt handelt. In seinen Anforderungen ist das Europäische Label mit dem deutschen Biosiegel vergleichbar. Die bisherigen Zeichen, wie das staatliche deutsche Biosiegel oder auch die Zeichen der Anbauverbände wie z.B. Demeter oder Bioland, können zukünftig gemeinsam mit dem Europäischen Logo verwendet werden.
Quelle: VZ NRW


Für Sie gelesen im Februar:

Energy Shots: Gefährliches Aufputschmittel

Sie sind klein, bunt und stecken voller chemischer Zusätze und Säuren wie Koffein, Taurin oder das unaussprechliche Glucuronolacton. Doch Energy Shots machen nicht nur wach, sie können auch das Herz-Kreislauf-System empfindlich durcheinander bringen.
Eine neue Form von Energydrinks drängt auf den Markt: So genannte Energy Shots. Diese Mini-Getränke haben es allerdings in sich. Sie sind um ein vierfaches konzentrierter als gewöhnliche Energydrinks. Der Warnhinweis auf der Verpackung, die Tagesdosis von einer Portion nicht zu überschreiten, findet sich allerdings nur im Kleingedruckten. Energy Shots schmecken extrem süß, doch das soll eigentlich nur den bitteren Koffeingeschmack überdecken. Koffein steckt reichlich in dem Nahrungsergänzugsmittel, nämlich bis zu 200 Milligramm pro Flasche - das allein entspricht einer Menge von bis zu drei Tassen Kaffee. Ebenso stecken in dem "Aufputschmittel" die Säure Taurin und das Kohlenhydrat Clucuronolacton. Bei diesen Stoffen weiß man allerdings nicht hundertprozentig wie sie in Wechselwirkung mit anderen Stoffen wirken.

Verwirrt durch Wachmacher?

"Belebt mit einem Schluck Körper und Geist", textet die Werbung über den Wachmacher. Bei Verbraucherschützern hört sich das allerdings ganz anders an. So warnt das hessische Gesundheitsministerium bei übermäßigem Konsum vor "Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen", teilweise könne es sogar zu "Wahrnehmungsstörungen, Vergiftungen und Verwirrtheitszuständen" kommen.

Energy Shots, Sport und Alkohol
Verstärken könnten sich die oben genannten Nebenwirkungen, wenn Energy Shots bei körperlicher Anstrengung oder in Verbindung mit Alkohol getrunken werden, warnt das Institut für Risikobewertung und listet sogar ungeklärte Todesfälle auf, bei denen die Verstorbenen zuvor Energydrinks getrunken hatten.

Energydrinks? Wozu?
Bliebe noch die Frage zu klären, wozu solch ein Energydrink eigentlich gut ist. Wie der Name schon vermuten lässt, versprechen diese Drinks, den Körper schnell mit neuer Energie zu versorgen. Wir haben dazu mal eine Ernährungsexpertin befragt. "Taurin ist ein Eiweißbaustein, der im Körper selbst gebildet wird und somit auch ausreichend vorhanden ist. Es gibt keinen Beweis dafür, dass es die Leistungsfähigkeit beeinflusst", so Debora Hohage von der Verbraucherzentrale NRW." Und wer auf Koffein nicht verzichten möchte, kann auch gewöhnlichen Kaffee oder Tee trinken." Und was sollte man tun, wenn der Körper tatsächlich mal ein Leistungstief signalisiert? "Signale wahrnehmen und dem Körper eine Erholungspause gönnen", rät Hohage. Übrigens: Eine gewöhnliche Apfelschorle kann durch natürlichen Zucker und Vitamine bereits einen erfrischenden Kick liefern!
Quelle: Online-Jugendmagazin checked4you der VZ NRW
checked4you


Für Sie gelesen im Januar:

Kinder: Fördert viel Taschengeld eine ungesunde Ernährung?

(aid) – Je mehr Taschengeld Kinder und Jugendliche bekommen, desto höher ist die Gefahr, dass ausgewogene Mahlzeiten durch Fastfood und Süßigkeiten ersetzt werden. Dennoch fördert weniger Taschengeld nicht unbedingt eine gesündere Ernährung, betont die Dr. Rainer Wild-Stiftung in einem neuen Themenpapier. Im Jahr 2009 nehmen junge Menschen im Alter von sechs bis 19 Jahren rund 20,5 Milliarden Euro ein, zeigen Hochrechnungen der Studie Trend Tracking Kids 2009. Das Geld wird überwiegend für Freizeitaktivitäten, Handy und Mode, aber auch Süßigkeiten und Fastfood ausgegeben. Mehr als die Hälfte der sechs- bis 13-Jährigen kauft vom eigenen Geld Süßigkeiten und rund ein Viertel Fastfood und Essen für unterwegs. Mit zunehmendem Alter gewinnen die Ausgaben für Getränke und Fastfood an Bedeutung. Das ist offenbar nicht auf das fehlende Angebot von Mahlzeiten in der Familie zurückzuführen. Vielmehr ist das Fast-Food-Restaurant für Teenager ein beliebter Treffpunkt. In der heutigen Zeit haben Kinder mehr Entscheidungsfreiheiten, lautet die Einschätzung der Dr. Rainer Wild-Stiftung. So darf bei den Sechs- bis Neunjährigen jeder Fünfte mit dem Taschengeld so viele Süßigkeiten kaufen, wie er mag. Bei den zehn- bis 13-Jährigen sind es sogar 45 Prozent. Ernährungsgewohnheiten werden vor allem in jungen Jahren geprägt. Wenn Eltern mit ihren Kindern von klein auf gesunde Lebensmittel kaufen, gemeinsam kochen und mit Genuss essen, werden sie auch später eher zu frischem Obst und Gemüse greifen.
Quelle: Dr. Rainer Wild-Stiftung Pressemitteilung


Metabolic Balance-Programm
-> Stellunganahme der Verbraucherzentrale NRW vom 12.01.2010

„Metabolic Balance-Programm“:
Schlagseite statt Balance für die Gewichtsregulierung

Mag.a Nina Zellhofer
Metabolic Balance ist ein ganzheitliches Stoffwechselprogramm, das zu einem gesunden Gleichgewicht des Stoffwechsels und damit zur Gewichtsregulierung führen soll. Aus ernährungsphysiologischer Sicht kann Metabolic Balance jedoch mangels wissenschaftlich abgesicherter Studienergebnisse nicht empfohlen werden, wie auch ein durch den Verein für Konsumenteninformation für das Testmagazin KONSUMENT durchgeführter Test zeigt.
-> mehr lesen
-> Kommentar zu Metabolic Balance

Archiv 2009
Archiv 2008