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Hier erscheinen monatlich neue Informationen rund um das Thema Ernährung

2. Ernährungsforum Rheinland-Pfalz

"Prävention von Anfang an- Chance auf ein gesundes Leben"

am 06.11.2010 in Ingelheim, Kreisverwaltung

Qualitätszirkel Ernährung Rheinland-Pfalz e.V.

weitere Informationen


Für Sie gelesen im Dezember:

Saure Candy Sprays aus dem Handel nehmen!
Marktüberwachung muss tätig werden

Saure ‚Candy Sprays’, süß-saure Flüssigkeiten in Sprühfläschchen, können besonders durch ihren hohen Gehalt an Zitronensäure für Kinder gefährlich werden. Die Verbraucherzentrale fordert Landwirtschaftsminister Peter Hauk auf, die sinnlosen Produkte verbieten zu lassen. Die Hersteller sprechen mit ihrer Aufmachung besonders Kinder und Jugendliche an.
Candy Sprays sind mit Zuckeraustauschstoff, Zitronensäure, Süßstoffen, Konservierungsstoffen, Aromen und Farbstoffen versetztes Wasser. Die sehr saure Flüssigkeit – bei zwei Produkten hat die Verbraucherzentrale einen pH-Wert unter 2 ermittelt – wird mit Pumpsprayfläschchen in den Mund gesprüht. Damit ist der Säuregrad etwa vergleichbar dem von frischem Zitronensaft. Vor allem bei Kindern besteht die Gefahr, dass der saure Inhalt nicht zielsicher im Mund, sondern in Gesicht und Augen gelangt und diese zumindest reizt. Die Augen brennen und tränen. Hersteller versuchen, das Schadensrisiko mit Aufschriften und Anhängern "Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren - verschluckbare Kleinteile" und "Achtung: Direkt in den Mund, nicht in die Augen sprühen" zu senken, doch derartige Warnungen sind vollkommen realitätsfern und Anhänger können abgerissen werden. Zudem können die stark sauren Sprays den Zahnschmelz angreifen. In den vergangenen Jahren haben bereits Behörden in Kanada und Großbritannien vor den ‚Spray Candys’ gewarnt. Die Marktüberwachung in Baden-Württemberg muss die Produkte umgehend vom Markt nehmen!
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg 2009
Pressemitteilung


Für Sie gelesen im November:

Vitamin D:
Aufenthalt im Freien im Winter besonders wichtig

(aid) – Vier von fünf in Deutschland lebenden nehmen mit der Nahrung zu wenig Vitamin D auf. Da der Körper das Vitamin bei ausreichend Sonnenlicht in der Haut selbst bildet, kann diese Versorgungslücke zumindest teilweise geschlossen werden. Voraussetzung ist ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien, woran es beim heutigen Lebensstil aber immer öfter mangelt. Studien des Robert Koch-Instituts zufolge hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu niedrige Vitamin-D-Spiegel im Blut, vor allem im Winter. Besonders gefährdet sind Kinder von Migranten und ältere Menschen: Die Wissenschaftler diagnostizierten bei 65 Prozent der Kinder von Migranten und bei 75 Prozent der Frauen über 65 Jahre sogar im Sommer niedrige Blutwerte. Da die Hautfarbe für die Vitamin-D-Synthese eine Rolle spielt, sind Kinder von Migranten vermutlich stärker betroffen als andere Kinder. Bei älteren Menschen lässt die Fähigkeit zur Vitamin-D-Bildung in der Haut nach, sodass die körpereigene Bildung weniger zur Versorgung beiträgt. Vitamin D ist der wichtigste Regulator des Kalzium-Stoffwechsels: Es steuert die Aufnahme des Kalziums aus der Nahrung, dessen Einlagerung in die Knochen und die Ausscheidung über die Nieren. Zudem hilft Vitamin D bei der Vorbeugung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Senioren erhöht eine schlechte Vitamin-D-Versorgung das Sturz- und Knochenbruchrisiko. Manche Experten empfehlen älteren Menschen deshalb Vitamin-D-Präparate. Trotzdem sollten sie sich wie alle anderen täglich mindestens 15 Minuten im Freien aufhalten und viel Vitamin D mit der Nahrung aufnehmen. Gute Quellen sind Fettfische wie Hering und Makrele sowie Leber, Speisepilze und Eier. Übrigens: Mit einem Besuch der Sonnenbank, die überwiegend UV-A-Strahlen statt der notwendigen UV-B-Strahlen absondert, kann man seine Vitamin-D-Versorgung nicht verbessern.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, Pressemitteilung vom 16. Oktober 2009
Pressemitteilung


Für Sie gelesen im Oktober:

Bildung schützt vor Übergewicht
Nicht Geld, sondern Wissen hält schlank

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig und bewegt sich kaum. Der soziologische Schlüsselfaktor für das Auftreten von Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) heißt nicht „Armut“ sondern „Bildung“: Dies belegte jüngst eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants. Sie kam zum Ergebnis, dass ein niedriger Bildungsabschluss das Risiko für Fettleibigkeit (Adipositas) und ungesundes Verhalten deutlich erhöht. Fettleibigkeit ist bei Menschen mit Hauptschulabschluss im Vergleich zu Akademikern mehr als doppelt so oft zu beobachten, dasselbe gilt auch für eine ungesunde Ernährungsweise. Am Faktor Einkommen lässt sich dieser Zusammenhang jedoch nicht festmachen. Vieles deutet darauf hin, dass Bildung ein wesentlicher Schlüssel bei der Bekämpfung der Pfunde ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Übergewichtsproblematik ist die verminderte körperliche Aktivität im Alltag. Die Menschen bewegen sich nicht mehr so viel wie früher und verbrauchen daher weniger Energie. Damit gerät das Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch in eine Schieflage und der Körper speichert die nicht verbrauchte Energie in Form von Fettdepots. Seit geraumer Zeit wird nach effizienten Lösungsstrategien für das Problem „Übergewicht“ gesucht. Da die Ursachen dafür sehr vielschichtig sind, kann es auch keine einfache Lösung geben. Vielmehr muss ein Präventionsprogramm für alle Bevölkerungsschichten auf verschiedenen Ebenen entwickelt werden, das einen gesunden Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung fördert und dabei aber auch Genuss und Entspannung nicht zu kurz kommen lässt.

Quelle: Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten, Pressedienst 4 vom 09.09.2009


Für Sie gelesen im September:

Apfelsaft im Test:
Viele Produkte können im Aroma nicht überzeugen

(aid) – Mehr als jedem dritten Apfelsaft fehlt es an fruchttypischen Aromastoffen. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung von Stiftung Warentest. Die Lebensmittelprüfer nahmen 20 naturtrübe und acht klare Apfelsäfte unter die Lupe. Häufig waren zu wenige Aromastoffe vorhanden, auch wenn das nicht unbedingt den Geschmack beeinflussen muss. Nur drei klare und acht naturtrübe Säfte bekamen die Note „gut“. Bei zwei Produkten, die aus Konzentrat gewonnen wurden, hatte man das Aroma bei der Rückverdünnung nicht vollständig wiederhergestellt. Ein Direktsaft schmeckte mostig-gärig und stark nach überreifen Äpfeln. Im Labor ließ sich eine Substanz nachweisen, die nur entsteht, wenn die Früchte oder die Maische verdorben sind. Das Produkt war nicht verkehrsfähig und wurde als „mangelhaft“ beurteilt. Naturtrübe Direktsäfte, die unmittelbar nach der Pressung abgefüllt werden, sind meist reich an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen und Aroma. Dennoch hatten sechs Erzeugnisse eine nur „ausreichende“ Aromaqualität. Das kann an den verwendeten Apfelsorten, aber auch an der Reife der Früchte liegen. Bei Apfelsäften aus Konzentrat entzieht man dem frisch gepresstem Apfelsaft durch Verdampfung Wasser. Schließlich werden dem Konzentrat wieder Wasser und die entwichenen Aromastoffe zugefügt. Der Grund: Apfelsaftkonzentrate sind länger haltbar und kostengünstiger zu transportieren.
Quelle: Stiftung Warentest, test 09/2009
www.test.de


Für Sie gelesen im August:

F(r)isch auf dem Grill
Zubereitungstipps für den Rost

Es muss nicht immer Fleisch sein. Neben Steak und Co. sorgen auch Fisch und Meeresfrüchte für Abwechslung auf dem Rost. Zum Grillen eignen sich gefüllte oder ungefüllte kleine und mittelgroße Fische, Filets, Koteletts und Steaks zum Beispiel von Tunfisch, Lachs, Heilbutt, Sardine, Makrele oder Forelle. Je fettreicher und festfleischiger ein Fisch ist, desto einfacher ist seine Handhabung auf dem Rost. Fisch ist grundsätzlich sehr empfindlich und kann beim Grillen leicht zerfallen. Für die Zubereitung ganzer Fische eignet sich daher ein Fischkorb am besten. Denn das spezielle Gitter umschließt den Fisch komplett und hält sein Fleisch zusammen. Alternativ können die Meerestiere mit etwas Öl bestrichen in Alufolie verpackt oder in kleinen Stücken auf Spieße gesteckt werden - abwechselnd mit Obst, Gemüse oder Zitronengras. Wer die Ware direkt über der Glut grillen möchte, sollte die Grillstäbe mit etwas Öl einpinseln. Auch fettarme Fische müssen vor und während des Grillvorgangs mit Öl bestrichen werden, um nicht am Gitter haften zu bleiben oder auszutrocknen. Zum Grillen von Fisch sollte der Rost allerdings nicht zu tief hängen, da das zarte Fleisch gerne verbrennt. Mittelgroße Fische, aber auch Fischprodukte wie Steaks und Filets oder kleinere Meerestiere können bei mittlerer Hitze direkt über der Feuerquelle gegrillt werden. Für das gleichmäßige Garen größerer Fische eignen sich hingegen indirekte Grillmethoden bei niedrigen Temperaturen am besten. Die Garzeiten der einzelnen Fischspezialitäten sind sehr unterschiedlich. Während kleine Fische wie Sardinen oder ein Zentimeter dünne Filets oft nur wenige Minuten brauchen, können mehrere Zentimeter dicke Stücke gut 15 bis 20 Minuten benötigen. Um zu prüfen, ob das Grillgut gar ist, kann man einen Gabeltest vornehmen. Lösen sich die Fleischlamellen beim Auseinanderschieben mit der Gabel ganz leicht bis zur Gräte, ist der Fisch gar. Bei Filets kann man ebenfalls mit der Gabel testen, ob der Fisch innen nicht mehr glasig scheint. Zu Fischen und Meeresfrüchten passen leicht gewürzte Ölmarinaden mit Basilikum, Curry, Dill, Estragon, Ingwer, Knoblauch, Lorbeer, Pfeffer, Senf, Thymian oder Zitronengras. Je nach Gusto legen Feinschmecker das Grillgut für zwei bis drei Stunden komplett ein oder bepinseln es wahlweise von innen und außen mit der Marinade. Im Übrigen kann auch falsches Marinieren ein Grund dafür sein, dass Fischfleisch auf dem Grill auseinander fällt. Mit Salz und Säuren (Wein, Essig, Zitrone) sollte man eher sparsam umgehen, denn sie zerstören das Eiweißgerüst und der Fisch verliert auf dem Grill schneller an Struktur.
Quelle: aid-PresseInfo Nr.: 30/09 vom 22. Juli 2009
www.aid.de


Für Sie gelesen im Juli:

Gewichtsabnahme bei Kindern durch Begrenzung von süßen Speisen und Getränken mit Fruchtzucker
BMI der beobachteten Kinder ging deutlich zurück.

Weltweit haben Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in den letzten drei Jahren stark zugenommen. Neben einer generellen Überernährung werden in zunehmenden Maße auch eine zucker- und hierbei insbesondere eine fructosereiche Ernährung als Risikofaktor in der Entstehung von Übergewicht diskutiert. Epidemiologische Untersuchungen aus den USA weisen darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen Aufnahme von Fructose und Übergewicht besteht. Eine Pilotstudie am Institut für Ernährungsmedizin der Universität Stuttgart – Hohenheim hat untersucht, welche Auswirkungen es auf das Gewicht hat, wenn 50 Prozent weniger Fructose aufgenommen werden. In der dreimonatigen Studie wurden insgesamt 15 Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren untersucht, die einen BMI größer als 90 der jeweiligen Referenzperzentile ihres Alters und Geschlechts. Um in Deutschland einheitliche Definitionen heranzuziehen, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) darauf geeinigt, Übergewicht und Adipositas über das 90. beziehungsweise 97. Perzentil sowie die extreme Adipositas über das 99,5. Perzentil zu definieren. Zu Studienbeginn nahmen die Kinder im Mittel rund 46 Gramm pro Tag Fructose, hauptsächlich in Form von Obst, Süßigkeiten und Säften zu sich. Im Verlauf der Studie wurde diese Menge auf rund 50 Prozent reduziert. Außerdem nahmen sie insgesamt rund 330 Kilokalorien pro Tag weniger zu sich. Der BMI der Kinder zu Beginn der Studie lag bei etwa 23 bei Ende bei durchschnittlich 22,3. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass eine dreimonatige Reduktion der Fructoseaufnahme bei Kindern den Verlauf von Übergewicht und Adipositas positiv beeinflussen kann. Die Pilotstudie wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Quelle:
DGEM-Newsletter Juni 2009


Für Sie gelesen im Juni:

Allergieauslöser im ersten Lebensjahr nicht meiden

(aid) – Zur Vorbeugung von Allergien ist es offenbar nicht notwendig, auslösende Nahrungsmittel wie Eier, Fisch und Nüsse im ersten Lebensjahr zu meiden. Das geht aus der überarbeiteten Leitlinie zur Allergieprävention hervor. Ärzte und Wissenschaftler hatten die Ergebnisse von mehr als 200 aktuellen Studien ausgewertet und die Empfehlungen entsprechend geändert. Die Experten raten weiterhin, den Säugling in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Es gibt aber keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine längere Stillzeit vor Allergien schützt. Falls das Stillen nicht möglich oder erwünscht ist, sollten allergiegefährdete Kinder mit Hydrolysatnahrung, nicht aber mit Produkten auf Sojabasis gefüttert werden. Bei einer Hydrolysatnahrung werden Eiweißbestandteile, die in der Regel die Allergie auslösen, durch spezielle Verfahren aufgespalten. Nach heutigem Kenntnisstand ist es nicht notwendig, Nahrungsmittelallergene wie Eier, Nüsse, Erdnüsse oder Fisch im ersten Lebensjahr zu meiden. Im Gegenteil: Der frühe Verzehr von Fisch scheint der Entwicklung von allergischen Erkrankungen sogar entgegen zu wirken. Auch der Fischkonsum von Schwangeren und Stillenden habe möglicherweise einen schützenden Effekt für das Kind.

Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis vom 30. April 2009
Die neuen Empfehlungen zur Vorbeugung von Allergien finden Sie auch unter:
www.was-wir-essen.de
 


Für Sie gelesen im Mai:

Was hat die mexikanische Grippe mit Schweinen zu tun?: Kein Hinweis auf Übertragung durch Lebensmittel

(aid) - Der neue Grippevirusstamm, der in Mexiko bereits zu Todesfällen geführt hat, wird von Mensch zu Mensch übertragen. Bisher ist das neue Virus noch bei keinem Schwein nachgewiesen worden. Beim Grippevirus handelt es sich um Erreger, die den Atemwegstrakt befallen. Übertragen wird die Erkrankung durch Tröpfcheninfektion. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde geht davon aus, dass die neue Virusvariante nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist ausdrücklich darauf hin, dass bislang kein Fall bekannt ist, in dem sich ein Mensch über Lebensmittel mit der "Schweinegrippe" infiziert hat. Das in Mexiko neu aufgetauchte Grippevirus des Subtyps A/H1N1 ist eine völlig neue Variante, die Erbgut des Erregers der Grippe beim Menschen, der Schweinegrippe und der Vogelgrippe enthält. Der eher irreführende Begriff "Schweinegrippe" wird verwendet, weil der neue Erreger Ähnlichkeit mit den bei Schweinen vorkommenden Grippeviren hat und weil vermutet wird, dass die neue Virusvariante sich im Schwein aus Genen verschiedener tierischer und menschlicher Gene gebildet hat. Schweine erkranken genauso wie Menschen in der kalten Jahreszeit an Grippe. Sie haben ähnliche Krankheitsanzeichen, sterben aber nur selten daran. Nur in ganz seltenen Fällen überschreitet das Virus die Arten-Schranke, so dass sich Menschen im Umgang mit lebenden Schweinen anstecken können. Die Entstehung solcher neuartiger Grippevirusstämme kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung in Regionen entstehen, in denen Menschen und Tiere auf sehr engem Raum unter hygienisch unzureichenden Bedingungen zusammenleben.

Weitere Informationen:
www.bfr.bund.de
www.rki.de
www.fli.bund.de
 


Für Sie gelesen im April:

Spargelzeit - Tipps für den Einkauf

(aid) - Spargel - bald beginnt wieder seine Saison. Kaum ein anderes Gemüse erfreut sich einer größeren Beliebtheit als die weißen Stangen. Jedes Jahr fiebern wir dem ersten Spargelstich ungeduldig entgegen. Begehrt ist das "Königsgemüse" übrigens schon seit Tausenden von Jahren. Bereits um 3.000 v. Chr. ist der Anbau im Reich der Pharaonen belegt. Die ersten deutschen Spargelpflanzen sind dagegen noch recht jung und sollen um das Jahr 1550 in Stuttgart das erste Mal angebaut worden sein. Die Spargelernte beginnt hierzulande etwa Mitte April und endet am 24. Juni, dem Johannistag. Traditionell beenden die Bauern an diesem Tag die Ernte, damit die Pflanzen genug Zeit haben, sich zu regenerieren. Aber Spargel ist bereits wesentlich früher im Handel erhältlich. Das ist dann allerdings Importware meist aus Marokko, Griechenland oder Spanien. Wer nicht warten kann und schon vor der heimischen Ernte zum König der Gemüse greift, kann eine große Enttäuschung erleben. Spargel ist nämlich nicht nur saisonal begrenzt zu haben, sondern auch extrem empfindlich. Sobald die Stangen gestochen sind, verlieren sie stündlich mehr an Frische, Aroma, Zartheit und Geschmack. Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst, Bonn, hat einige Tipps für den Einkauf: "Frischer Spargel ist leicht glänzend und der Kopf ist immer fest geschlossen. Die Stangen lassen sich zudem gut mit dem Fingernagel einritzen und sollten beim Gegeneinanderreiben deutlich quietschen." Das entscheidende sind aber die Schnittstellen. "Sie müssen feucht und saftig sein. Wenn die Spargelstangen verpackt sind und die Enden nicht erkennbar sind, ist das generell erst einmal ein schlechtes Zeichen", so Seitz weiter. Wirklich frischen Spargel bekommt man entweder beim Erzeuger, auf Wochenmärkten oder an einem der zahlreichen mobilen Verkaufsstände an verkehrsgünstigen Stellen. Und noch ein weiterer Tipp für alle Spargelfans: Die Schalen und Endstücke sollte man nicht wegwerfen. "Mit dem Spargelwasser kann man die Reste, die sonst im Müll landen, auskochen und wunderbar als Fond für Saucen und Suppen verwenden", empfiehlt Seitz. Übrigens, falls einmal die Augen beim Spargelkauf größer waren als der Hunger, kann man den geschälten, nicht gekochten Spargel problemlos für sechs bis acht Monate einfrieren. Dann ist auch die Zeit bis zur nächsten Spargelsaison nicht mehr allzu weit.
Weitere Informationen: www.was-wir-essen.de
 


Für Sie gelesen im März:

In der Küche auf versteckte Keime achten

(aid) – Wenn das Frühjahr beginnt, steht meist auch der Frühjahrsputz auf dem Plan. Vor allem in der Küche ist Sauberkeit angesagt. Doch trotz blitzender Spüle und sauberem Herd sind noch viele Keime vorhanden. Geschirr- und Wischtücher beispielsweise enthalten nach häufigem Gebrauch Krankheitserreger, die beim Reinigen und Abtrocknen auf Arbeitsflächen und Geschirr übertragen werden. Hier hilft regelmäßiges Wechseln der Tücher. Auch Spüllappen müssen regelmäßig ausgetauscht werden und sollten nach jedem Gebrauch so aufgehängt werden, dass sie austrocknen können. Schneidbretter sind direkt nach jeder Verwendung gründlich mit heißem Wasser zu reinigen und gut zu trocknen. Kunststoffbrettchen lassen sich gut in der Spülmaschine säubern. Bei Brettern aus Holz besteht die Gefahr, dass die Risse bei Kontakt mit Wasser zuquellen: Die darin eingeschlossenen Keime entgehen der Reinigung und gelange bei erneutem Gebrauch auf das Lebensmittel. Daher sollten Schneidbretter regelmäßig ersetzt werden. Auch die eigene Hygiene ist wichtig: Bereiten Sie Speisen möglichst nur mit frisch gewaschenen Händen zu. Auch nach dem Verarbeiten von rohen Lebensmitteln wie Fleisch, Geflügel, Salat und Eiern sind die Hände mit warmem Wasser und Seife zu reinigen. Wer nur einige wichtige Regeln beachtet,kann Hygienefehler vermeiden und so sich und seine Familie vor Krankheiten schützen.
Quelle:
was-wir-essen.de was-wir-essen.de


Für Sie gelesen im Februar:

ESL-Milch verdrängt Frischmilch aus Kühlregal
Verbraucherzentrale NRW appelliert an Hersteller und Händler ESL-Milch eindeutiger zu kennzeichnen.

Frischmilch steht derzeit in der öffentlichen Diskussion auf dem Prüfstand: Klammheimlich hat der Handel das Angebot im Kühlregal verändert. Verfeinerte Pasteurisierungsverfahren machen’s möglich, Frischmilch länger haltbar zu machen: Das Produkt aus dem Euter wird entweder fein filtriert, um Keime zu verbannen, oder es wird kurz höher erhitzt als bislang üblich. Die durch beide Verfahren gewonnene – im Fachhandel ESL genannte – Milch ist quasi ein Zwitter zwischen der herkömmlichen Frischmilch und der länger haltbaren H-Milch. Was zurzeit passiert: Die herkömmliche Ware verschwindet immer mehr vom Markt. Die meisten Kunden haben den Wechsel bislang gar nicht bemerkt, wundern sich aber, dass ihre Milch jetzt teilweise bis zu vier Wochen haltbar ist. Die veränderten Tüten und Flaschen sind lediglich an Aufdrucken wie „länger frisch“, "maxifrisch“ oder „extra langer Frischgenuss“ zu erkennen. Passionierte Milchtrinker ärgert jedoch der leichte Kochgeschmack bei einigen Produkten. Je nachdem, welches Haltbarkeitsverfahren bei der ESL-Milch angewendet wird, kann sich der Geschmack tatsächlich verändern“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW: „Kunden sollten am Kühlregal jedoch eine für sie richtige Wahl treffen können. Deshalb appellieren wir an Hersteller und Händler, dass die Milch im ESL-Format eindeutig gekennzeichnet wird.“ Damit Verbraucher sich beim Milchangebot besser zurechtfinden, zeigt die Verbraucherzentrale NRW die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale auf: - Haltbarkeitsverfahren von Milch: Wird die rohe Milch von der Kuh nicht in den ersten beiden Tagen verarbeitet, machen Umweltkeime ihr den Garaus. Um das wertvolle Lebensmittel haltbar zu machen, muss der Keimgehalt in der Milch durch Erhitzen reduziert werden. Frischmilch wird stets durch Pasteurisieren – also kurzes Erhitzen bei mindestens 72 Grad – haltbar gemacht. Die lange Lebensdauer von bis zu sechs Monaten bei H-Milch entsteht durch kurzes ultrahohes Erhitzen bei mindestens 135 Grad. Pasteurisierte Milch hat im Vergleich zur H-Milch immer einen frischeren Geschmack und ist nur gekühlt haltbar. - Vor- und Nachteile von ESL-Milch: Die neue „Frischmilch“ verdankt ihren Namen dem „extended shelf life“ – also dem längeren Leben im Kühlregal. Zwei unterschiedliche Verfahren sorgen dafür, dass die Milch auch nach vier Wochen noch nicht sauer ist. In dem einen Fall wird sie kurz für wenige Sekunden auf bis zu 127 Grad erhitzt. Nachteil ist ein leichter Kochgeschmack, den viele von der H-Milch kennen. Im anderen Verfahren sieben die Molkereien mit mikrofeinen Filtern die Bakterien vor der Erhitzung aus. Anschließend wird die Milch wie bei aller Frischmilch üblich pasteurisiert. Wichtig: Der frische Milchgeschmack und sämtliche Nährstoffe bleiben erhalten. Mit den beiden Verarbeitungsvarianten reagieren die Molkereien auf den Wunsch des Handels und vieler Verbraucher nach länger haltbaren Milchprodukten. - Milchtrinken ein Muss: Milch ist der Calciumlieferant Nummer eins. Ohne den Verzehr von Milch und Milchprodukten ist eine ausreichende Calciumversorgung nur bei sehr sorgfältiger Ernährungsweise zu gewährleisten. Erhitzen der Milch beeinträchtigt die Calciumzufuhr nicht. Wichtig für eine ausgewogene Ernährung ist die tägliche Portion möglichst fettarmer, ungezuckerter Milch und Milchprodukte.
Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen,Tipp 04/2009 www.vz-nrw.de

Für Sie gelesen im Januar:

Auf der Piste: Die richtige Verpflegung für Wintersportler
Ausgiebiges Frühstück, regelmäßige Snacks und ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig

(aid) – In einigen Bundesländern beginnen bald die Winterferien. Für den Skiurlaub in den Bergen ist nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die richtige Kost von Bedeutung. Der beste Start in den Tag ist ein ausgiebiges Frühstück. Doch auch zwischendurch darf eine kleine Mahlzeit wie die zünftige „Brotzeit auf der Hütt´n“ nicht fehlen. Bei der Zusammenstellung des Proviants ist das Butterbrot die erste Wahl. Vollkornbackwaren sind dabei nicht nur gesünder, sondern sättigen auch schneller und länger als Produkte aus hellem Mehl. Wer es herzhaft mag, belegt die Stulle mit Käse, fettarmer Salami oder geräuchertem Schinken. Zum Brot schmecken kleine Tomaten, Möhren- und Gurkenstücke. Nüsse, getrocknete Früchte oder eine Banane liefern rasch Energie für weitere sportliche Unternehmungen. Spezielle Powerriegel hingegen sind Kalorienbomben und daher für Freizeitsportler kaum geeignet. Besonders wichtig ist regelmäßiger Flüssigkeitsnachschub – am besten mit Apfelsaftschorle oder Mineralwasser. Ungesüßter Tee aus der Thermoskanne wärmt zusätzlich von innen. Alkoholische Getränke wie Jagatee oder Glühwein sollten hingegen besser ein Aprés-Ski-Vergnügen bleiben. Denn schon ein geringer Alkoholkonsum erhöht die Unfallgefahr, da die Konzentrationsfähigkeit bei Abfahrt und Slalom eingeschränkt ist.
Quelle: aid Presseinfo


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